In drei Schritten zum perfekten Design-Briefing

Inhaltsverzeichnis

Ein gut vorbereitetes Design-Briefing enthält alle maßgeblichen Informationen für Designer:innen und ist relevant für den Erfolg eines Marketing-Projekts. Wer Kund:innen mit seinen Ergebnissen begeistern, im Budgetrahmen bleiben und auch die Deadlines einhalten will, der wird um ein Design-Briefing nicht herumkommen.

Wenn Sie gerne bei Nacht ohne Licht mit dem Auto fahren, weil Sie so oder so immer ans Ziel kommen, dann können Sie sofort aufhören zu lesen. Jedoch dürfen Sie sich dann auch nicht beschweren, wenn Sie manchmal im Marketing-Dschungel holprig unterwegs sind und tatsächlich meist nur sehr langsam ins Ziel kommen. Ohne ein klar definiertes Design-Briefing zu arbeiten, kommt nämlich diesem Zustand gleich.

Was versteht man unter einem Briefing?

Hierbei handelt es sich um eine kurze informative Einführung in ein neues Projekt, die zwischen Kund:innen und Grafik-Designer:innen stattfindet. Da es grundsätzlich der erste Schritt zu Beginn einer Kooperation ist, legen vor allem wir Kreative sehr viel Wert auf diese Lagebesprechung – das Briefing stellt immerhin die Basis für ein erfolgreiches Design und zufriedene Kund:innen dar.

Warum ist ein gutes Design-Briefing so wichtig?

Für ein Kreativ-Briefing reicht es aus, wenn man Farben, Schriften und das Logo der Corporate Identity kennt sowie auch die Information, um was für ein Design es sich dabei handeln soll (Flyer, Website, Social Media Posting u. v. m.). Um den Erfolgskurs einer Gestaltung steil und hoch zu halten, ist jedoch ein Design-Briefing mit strukturierter Information für eine einfachere Kommunikation notwendig.

Durch ein gutes Briefing bekommen Designer:innen ein Grundverständnis für die Erwartungen der Auftraggeber:innen, die angestrebten Ziele der Kampagne und die Markenbotschaft. Außerdem lernen Kreative auch die Target Group (Zielgruppe) des Projekts und die Mitbewerber:innen kennen.

Viele Marketingmaßnahmen von komplexen Projekten erfordern Teamarbeit. Somit ist es ebenso wichtig, ein ordentliches Onboarding von Designer:innen vorzunehmen, um den Erfolg der Strategie einer Marke innerhalb einer Kampagne zu gewährleisten.

Natürlich hat das Design-Briefing ebenso Einfluss auf das Marketingbudget. Je besser Designer:innen die Vorstellungen der Kund:innen kennen, desto eher bleibt man im Rahmen des vorgegebenen Budgets und verschwendet keine Zeit mit unnötigen Korrekturschleifen, viel Hin und Her in der Kommunikation und zu späten Aha-Momenten.

Wer sollte das Design-Briefing eigentlich erstellen?

Diese Aufgabe übernimmt in der Regel das Marketingteam. Dieses schreibt ein ausführliches Design-Briefing für das Kreativteam einer Agentur oder für selbstständige Grafik-Designer:innen. Obendrein sollte an dieser Stelle auch ein Marketeer für ein persönliches, kurzes Informationsgespräch zur Verfügung stehen, um missverständliche Einweisungen aufzuklären oder im besten Fall Verwirrungen und Fehlgänge überhaupt zu verhindern.

Wie sieht ein perfektes Design-Briefing aus?

Für uns Grafik-Designer:innen bei B2IMPACT besteht diese „Lagebesprechung“ (wie es im Militärjargon heißt) aus drei großen Teilen.

1. Allgemeine Info über die Kund:innen

– Vorstellung des Unternehmens generell
– Links zu Website und Social Media
– Einführung in die wichtigsten Aspekte der Marke oder des Produkts
– USP (Alleinstellungsmerkmal): Wie ist die Unterscheidung zu Mitbewerber:innen?
– Kontaktdaten der Ansprechpartner:innen (Hauptverantwortliche plus Vertretung)

3. Hintergrundwissen zum Projekt

– Ziel des Projekts: Was soll mit der Hilfe des Design-Teams erreicht werden?
– Umfang des Projekts: Welche Leistungen (Werbematerialien) sollen von Designer:innen erbracht werden – Logo Design, Webdesign, Print Design etc.?
– Zielgruppe: An wen richtet sich die Kampagne?
– Timeline (einzelne Milestones für Entwürfe, Korrekturschleifen sowie Deadline)
– Budgetrahmen
– Kooperationspartner:innen vorstellen: Wenn sie für den Design-Prozess relevant sind
– Freigabe-Prozesse definieren: Wie und wo findet die Übergabe statt plus wer gibt das finale OK?
– Grundton des Projekts: Wie ist die Atmosphäre, in der sich das Projekt bewegen soll (wagemutig, jung, wissenschaftlich, technisch versiert, bodenständig …)?

3. Details zum Design

– Übermittlung von Assets: Hausschrift (Font), Corporate Design Manual, Farbpalette, Texte, Fotos und – falls vorhanden – Archivmaterial von vorangegangenen Projekten
– Das gewünschte Format in präzisen Zahlen präsentieren
– Sollen Farben des Mitbewerbs vermieden werden oder hat die Chefetage eine Lieblingsfarbe bzw. Farben, die total verachtet werden?
– Optische Anmutung des Projekts: Edel, minimalistisch, bold, verspielt oder farbenfroh … Dafür bietet sich ein Moodboard auf Pinterest hervorragend an!
– Design-Vorlagen vom Brand Portal zur Orientierung
– Negativbeispiele: So sollte das Design auf keinen Fall aussehen

„Lichtfahrer:innen“ werden nun hier am Ende des Texts mit der Möglichkeit des Downloads einer Briefing-Vorlage belohnt. Gute Fahrt!

Verfasst von

Nicole Fleck
Nicole Fleck
Leitung Agentur Österreich & Senior Art Director - Nicole ist neben der Agenturleitung auch Senior Art Director bei WEKA Industrie Medien. Sie birgt einen wahren Schatz an Erfahrung und Expertise in Grafik, Video, Printproduktion, Marketing und Webdesign. Für unsere Aufträge übernimmt sie das Projektmanagement und Creative Direction. Nicole.Fleck@b2impact.com
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