B2B-Podcasts: Erfolgreiches Marketing fürs Ohr

Wie Sie erfolgreiche Corporate Podcasts produzieren

Ein guter Podcast gehört in der Digitalszene mittlerweile einfach dazu. Eine Studie des Marketing Club Österreichs zeigt allerdings, dass für viele Unternehmen im B2B-Bereich diese Kommunikationsform noch Neuland ist. Was es für einen erfolgreichen Corporate Podcast alles braucht, lesen Sie hier.

Unsere digitale Medienlandschaft befindet sich seit jeher in einem rasanten Wandel. Ständig entstehen neue Formate, Tools, Plattformen oder sonstige „Internetphänomene“, die früher oder später auch von Unternehmen für ihr Marketing genützt werden. Eines dieser Phänomene ist der Podcast. Obwohl der ehemalige „Audioblog“ erst seit einigen Jahren einen regelrechten Boom erlebt, kam die Idee bereits im Jahr 2000 auf. Eine entsprechende Google-Suche spuckt folgende Fun-Facts zum Thema aus: Einer der ersten Produzenten eines Podcasts war der amerikanische MTV-Moderator Adam Curry. Die deutsche Übersetzung wird mit „Internet-Hörtagebuch“ angegeben. Das Wort Podcast selbst ist eine Zusammensetzung aus iPod und Broadcast.

Doch warum erzählen wir Ihnen das eigentlich? Ganz einfach: Podcasts werden im Mediamix von Unternehmen immer relevanter. Best Practice Beispiele zu erfolgreichen B2C-Podcasts finden Sie bereits wie Sand am Meer. Dabei ist ein Podcast kein Marketinginstrument im klassischen Sinne, das kurzfristig finanziell messbare Erfolge liefert.

 

Warum ein Corporate Podcast im Marketing-Mix nicht fehlen darf

Der Content für die Ohren ist in erster Linie ein Werkzeug zur Markenbildung, zur Leadgenerierung und zur Etablierung des eigenen Expertenstatus. Durch Authentizität erreicht man einen hohen Wiedererkennungswert der eigenen Marke. Zudem wird über die Stimme eine vertrauliche Atmosphäre geschaffen, Führungskräfte und andere Experten des Unternehmens können sich als nahbare Personen zeigen und Nahbarkeit schafft wiederum Sympathie.

Ein weiterer Vorteil am Podcast ist, dass die Markenbotschaften die Zielgruppe in äußerst intimen Momenten wie abends am Sofa oder allein im Auto erreichen und so stärker in deren Köpfen hängen bleiben. Laut des Digital News Report Network Austria 2021 (http://www.digitalnewsreport.at/) werden Podcasts bereits von 32,4 % der Bevölkerung genutzt, was eine Zunahme von vier Prozentpunkten seit dem Jahr 2020 darstellt. Am häufigsten werden diese zum Hören von Nachrichten, Politik oder internationalen Ereignissen (13,9 %) oder von spezifischen Themen wie beispielsweise Wissenschaft und Technologie (12,2 %) verwendet.

 

Beim Podcast nicht an der falschen Stelle sparen

Was gilt es nun bei der Produktion eines Podcasts zu beachten? Zuallererst ist natürlich der Inhalt ausschlaggebend für den Erfolg des Formats. Lassen Sie Ihrer Kreativität hier ruhig freien Lauf. Sprechen Sie über die neuesten Trends in der Branche, geben Sie einen Einblick darüber, wie Prozesse im Unternehmen gehandhabt werden, nützen Sie den Podcast zur Mitarbeiterweiterbildung oder lassen Sie ihn sogar zum verlängerten Arm (oder in diesem Fall zum vergrößerten Ohr) des Kundenservices werden, um häufig auftretende Fragen zu klären. Wichtig ist, eine Nische zu finden, die zum eigenen Unternehmen passt, einzigartige Inhalte zu kreieren, die Hörer anderswo nicht so schnell finden oder neue Zugänge zu einer beliebten Thematik zu erarbeiten.

 

Als zweiten Schritt legen Sie sich auf einen Rhythmus fest, in dem der Podcast erscheinen soll. Ob täglich, wöchentlich oder monatlich ist dabei eigentlich irrelevant, die zentrale Frage ist: Haben Sie genug Content, um Ihren Rhythmus kontinuierlich einzuhalten? Wenn der Podcast plötzlich nicht mehr zu gewohnter Zeit erscheint, springen Ihnen möglicherweise viele Zuhörer ab. Bedenken Sie vor allem auch berufliche oder private Veränderungen Ihres Schlüsselpersonals, Urlaubszeiten oder sonstige personelle Engpässe.

 

Zu guter Letzt wird für den Podcast natürlich ausreichende Technik, der passende Raum sowie ein Sprecher benötigt. Unterschätzen Sie den zeitlichen und personellen Aufwand der Vorbereitung, Produktion, Bearbeitung und Veröffentlichung des Podcasts nicht! Obwohl diese heute kostengünstig auch Inhouse produziert werden können, sollten Sie keinesfalls an der falschen Stelle sparen.

 

Michaela Capelli, die Podcast-Expertin von B2Impact, hat schon zahlreiche Podcasts von Beginn an begleitet und umgesetzt. Sie weiß genau, wie es funktioniert: „Im Prinzip kommt es entweder darauf an, ob die Kundin oder der Kunde einen Podcast komplett selber machen möchte, um diesen auf der eigenen Plattform zu bewerben, oder nur das Unternehmen in Form eines Jingles bewerben möchte. Ein Jingle besteht meist aus einem zweizeiligen Text, in dem auf das Unternehmen als Sponsor des Podcasts hingewiesen wird. Die dritte Möglichkeit ist, dass die Kundin oder der Kunde im Rahmen eines unserer Magazin-Podcasts als Interviewpartner Statements abgibt.“ Bei Variante eins unterstützt B2Impact den gesamten Produktionsprozess von der Umsetzung, über die Produktion des Jingles bis hin zur Erstellung des Intros und Outros. Die Kundin oder der Kunde erhält dann das File zu ihrer oder seiner freien Verfügung. Bei Variante zwei spricht unsere geschulte Expertin die Jingles ein und unterlegt diesen mit einem Musikbett gemäß der CI des Unternehmens.

 

Wer sich gerne von unserer Expertise überzeugen möchte, der ist herzlich eingeladen, in den Podcasts des Industriemagazins hineinzuhören. Der Podcast wird von Michaela Capelli, IM-Chefredakteur Rudolf Loidl und den beiden Redakteuren Daniela Hamberger und Daniel Pohselt produziert und lässt sich über SoundcloudSpotifyGoogle Podcast und Apple Podcast abonnieren.

 

Noch viel Potenzial für B2B Podcasts

Ein guter Podcast gehört in der Digitalszene also mittlerweile einfach dazu. Eine Studie des Marketing Club Österreichs in Kooperation mit der Austrian Marketing Confederation AMC (https://marketingclub.at/assets/MCOe-Studie-Podcast-Sommer2021.pdf) vom Sommer 2021 zeigt allerdings, dass für viele Unternehmen im B2B-Bereich diese Kommunikationsform noch Neuland ist. Denn 57 % der Unternehmen geben an, bisher noch keine Podcasts verwendet zu haben. Davon sagen knapp die Hälfte, dass sie bisher keine Zeit hatten, sich mit dem Thema zu beschäftigen und es am Wissen scheitert.

Problematisch ist wahrscheinlich auch, dass der Erfolg eines Podcasts, verglichen mit anderen Marketingkanälen, schwer zu messen ist. Quantitative Metriken wie die Anzahl der Abonnenten oder Downloads sind an sich wenig aussagekräftig, da nie sicher ist, ob die Folgen überhaupt angehört wurden. Weitere Kennzahlen stehen zwar je nach Hosting-Plattform zur Verfügung, aber wie bei fast allen digitalen Maßnahmen sind auch bei Podcasts qualitative Rückmeldungen in Form von Reviews, Sterne-Bewertungen und Nachrichten auf Social Media eine wichtige Informationsquelle.

Also – keine Scheu! Probieren Sie es aus. Wie heißt es so schön? Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

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